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Press release

For her new series of photographs titled ‘Arkadia’, German artist Andrea Grützner inserts a dichromatic foil between dry blades of grass, creating psychedelic compositions that blur the line between organic and artificial. The vivid streaks of colour conjure visions of soap bubbles, synthetic fluids, and tropical landscapes. Within them, alongside real insects, chimeric figures appear, suggesting animals and mythical beings.

‘The images arise in various grasslands, each transforming with the seasons – shimmering in the summer heat, lying still beneath winter’s snow. As I work within these shifting landscapes, wildfires rage across the globe. Increasing drought and climate change are visibly altering nature. What was once considered idyllic now stands in the balance, fragile and uncertain. The foil itself seems to sweat under the summer sun and melt the snow in winter. Its surface collects dust and soil particles, fingerprints, scratches, and condensation. The sunlight burns into the material, leaving its mark. My fleeting, manual intervention in the natural habitat gives rise to a riot of colour – a space where control dissolves into an ecstatic unravelling. ’ (Andrea Grützner)

Andrea Grützner’s artistic work generally deals with the emotional and visual perception of spaces. She seeks the familiar and at the same time unfamiliar, asks questions about the memory of places and our orientation in the designed space. Using mostly photographic means, she finds and creates images as well as objects that oscillate between photography, painting and collage. She explores questions of documentary, surreal, abstraction and visual irritation. After studying communication design in Constance, Andrea Grützner (*1984, Pirna, DE), completed her master’s degree in photography at Bielefeld University of Applied Sciences. She has received several awards and scholarships and has been exhibited in Australia, Brazil, Mexico, the USA, China and South Korea, among others. Andrea Grützner lives and works in Dresden.

PRESS RELEASE DE / EN

Für die Bilder ihrer neuen fotografischen Serie mit dem Titel „Arkadia“ platziert die deutsche Künstlerin Andrea Grützner eine dichromatische Folie zwischen trockenen Grashalmen und schafft so psychedelische Kompositionen, die die Grenze zwischen Organischem und Künstlichem verwischen. Die lebhaften Farbstreifen wecken Assoziationen mit Seifenblasen, synthetischen Flüssigkeiten und tropischen Landschaften. In ihnen tauchen neben echten Insekten auch chimäre Gestalten auf, die an Tiere und Fabelwesen erinnern.

„Die Bilder entstehen in verschiedenen Graslandschaften, die sich mit den Jahreszeiten wandeln – im Sommer in der Hitze schimmernd, im Winter still unter dem Schnee liegend. Während ich in diesen sich wandelnden Landschaften arbeite, wüten weltweit Waldbrände. Zunehmende Dürre und der Klimawandel verändern die Natur sichtbar. Was einst als idyllisch galt, steht nun auf der Kippe, zerbrechlich und ungewiss. Die Folie selbst scheint unter der Sommersonne zu schwitzen und im Winter den Schnee zu schmelzen. Auf ihrer Oberfläche sammeln sich Staub- und Erdpartikel, Fingerabdrücke, Kratzer und Kondenswasser. Das Sonnenlicht brennt sich in das Material ein und hinterlässt seine Spuren. Mein flüchtiger, manueller Eingriff in den natürlichen Lebensraum lässt ein Farbenmeer entstehen – einen Raum, in dem sich Kontrolle ekstatisch auflöst.“ (Andrea Grützner)

Andrea Grützner beschäftigt sich in ihrem künstlerischen Schaffen vor allem mit der emotionalen und visuellen Wahrnehmung von Räumen. Sie sucht das Vertraute und zugleich Unbekannte, stellt Fragen nach der Erinnerung an Orte und unserer Orientierung im gestalteten Raum. Vorwiegend mit fotografischen Mitteln findet und schafft sie Bilder sowie Objekte, die zwischen Fotografie, Malerei und Collage oszillieren. Sie setzt sich mit Fragen des Dokumentarischen, des Surrealen, der Abstraktion und der visuellen Irritation auseinander. Nach ihrem Studium des Kommunikationsdesigns in Konstanz schloss Andrea Grützner (*1984, Pirna, DE) ihr Masterstudium im Fach Fotografie an der Fachhochschule Bielefeld ab. Sie erhielt mehrere Preise und Stipendien und stellte unter anderem in Australien, Brasilien, Mexiko, den USA, China und Südkorea aus. Andrea Grützner lebt und arbeitet in Dresden.

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