Roman Bezjak | Sozialistische Moderne

Roman Bezjak    „Constantia“ aus der Serie „Sozialistische Moderne“
Roman Bezjak  „Constantia“
aus der Serie „Sozialistische Moderne“

Während der Westen den zu Stein gewordenen Zeugen von Planwirtschaft und sozialistischer Moderne mit Skepsis begegnet, wirft Roman Bezjak einen unvoreingenommenen Blick auf die Architektur des Kommunismus. Mit der Großbildkamera fotografierte er Wohnungsbauten, funktionale Einrichtungen, Hotels und Kulturpaläste an vertrauten und fremden Orten von Tallin bis Tirana, von Dresden bis Dnjepropetrowsk. In Serien entsteht dadurch eine Art Archäologie der Nachkriegsmoderne ohne ostalgische Verklärung, denn auch die Abnutzung der Utopie und ihre Ankunft im Alltag werden sichtbar. So hält die Serie eine vom Abriss bedrohte Welt fest, die teilweise, etwa im Fall des Palasts der Republik in Berlin, schon nicht mehr existiert.

Roman Bezjak   „Palast der Jugend und des Sports, Pristina“ aus der Serie „Sozialistische Moderne“
Roman Bezjak   „Palast der Jugend und des Sports, Pristina“ aus der Serie „Sozialistische Moderne“

ROMAN BEZJAK, 1962 in Slowenien geboren, trat bis zu seiner Berufung als Professor an der Fachhochschule Bielefeld im Jahr 2000 vor allem mit preisgekrönten Arbeiten für das Magazin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und für GEO in Erscheinung. Die Serie „Sozialistische Moderne“ wurde im Jahr 2011 im Verlag Hatje Cantz veröffentlicht und fand großes mediales Interesse. Die Publikation begleitete eine Einzelausstellung im Sprengel Museum in Hannover; die Robert Morat Galerie freut sich sehr, diese Ausstellung in Hamburg übernehmen zu können.

Roman Bezjak   „Brühl, Leipzig“ aus der Serie „Sozialistische Moderne“
Roman Bezjak   „Brühl, Leipzig“
aus der Serie „Sozialistische Moderne“

Whereas the West encounters the now-fossilized witnesses of planned economies and socialist modernism with skepticism, Roman Bezjak takes an impartial view of communist architecture. Bezjak used a large-format camera to take photographs of residential buildings, institutions, hotels, and palaces of culture in familiar and foreign places – from Tallinn and Tirana to Dresden and Dnipropetrovsk. His series render a kind of archaeology of postwar modernism without nostalgically glorifying the former East Bloc, for he also makes visible the exploitation of utopia and its entry into everyday life. This photographic series thus captures a world threatened by demolition, parts of which – such as the Palace of the Republic in Berlin – no longer exist.

Roman Bezjak   „Verkehrsministerium, Tiflis“ aus der Serie „Sozialistische Moderne“
Roman Bezjak   „Verkehrsministerium, Tiflis“
aus der Serie „Sozialistische Moderne“

Roman Bezjak, born in 1962 in Slovenia, produced prizewinning photo essays for GEO and theFrankfurter Allgemeine Zeitung and since 200 holds a teaching position at the FH Bielefeld. The series "“Socialist Modernism“ has benn published by Hatje Cantz in 2011 and received major media attention. The publication coincided with a solo exhibition at Sprengel Museum in Hannover; the Robert Morat Gallery is thrilled to be able to present that exhibition in Hamburg.

Roman Bezjak   „Post, Skopje“ aus der Serie „Sozialistische Moderne“
Roman Bezjak   „Post, Skopje“
aus der Serie „Sozialistische Moderne“